Wer sich schon einmal Sorgen um eine Person im Kollegium gemacht hat, die psychisch belastet und erschöpft wirkte oder sich immer mehr zurückzog, der ist nicht allein. Eine Befragung des Werner-Felber-Instituts mit 558 Teilnehmenden, die vom BKK Dachverband e.V. gefördert wurde, hat sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt. In der Befragung zum Themenschwerpunkt „Suizidprävention in Unternehmen“ gaben rund 88 Prozent an, sich bereits Sorgen um eine Person aus ihrem Kollegium gemacht zu haben. Über die Hälfte (52 Prozent) sogar schon mehrere Male.
Das zeigt: Psychische Belastungen treten immer wieder auf – und sind im beruflichen Alltag allgegenwärtig. Doch wird genug dagegen getan? Studien zeigen, dass Maßnahmen zur Förderung psychischer Gesundheit im Arbeitsschutz trotzdem zu wenig berücksichtigt werden.1 Dabei nehmen psychische Belastungen im Arbeitsalltag stetig zu. Laut dem BKK Gesundheitsreport 2025 stieg die Anzahl der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz von 2016 bis 2024 um 40 Prozent. Parallel nahmen die Arbeitsunfähigkeitsfälle durch psychische Erkrankungen im gleichen Zeitraum um mehr als ein Drittel zu.2